Unternehmen

20240319 143744000 iosPIANZOLA wurde als Schweizer Fachbetrieb im Bereich Malerei sowie Lehm- und Kalkbau gegründet. Als ausgebildeter Maler und Lehmbauer mit über 20 Jahren Erfahrung habe ich mich auf bewährte, natürliche Anstriche und Verputze spezialisiert.

Ich wuchs im Wallis auf, wo ich meine Ausbildung zum Maler EFZ absolvierte. Dabei erlebte ich gut, wie die Umstellung auf Kunststoff- und Zementprodukte viele traditionelle Anstriche und Putze verdrängten. Mit den Jahren zeigten sich jedoch immer deutlicher die Schattenseiten dieser Entwicklung. Es kommt oft zu Bauschäden und Schimmelbildung. Zudem wird dabei auch gerne und viel Chemie eingesetzt. Bei Renovationen älterer Gebäude, die noch mit lokalen und natürlichen Materialien gebaut wurden, sah ich aber auch, wie es anders geht. Dies bestärkte mich darin, mich auf bewährte und natürliche Bauweisen und Materialien zu konzentrieren.

Zwischen 2015 und 2018 arbeitete ich an Bauprojekten in Europa, Amerika und Asien mit. Diese Zeit war für mich überaus lehrreich. Während ich in westlichen Ländern auf professionellen Baustellen tätig war, sammelte ich aber in Projekten unter den ärmsten Bedingungen die wertvollsten und lehrreichsten Erfahrungen. So lernte ich zum Beispiel, wie Pigmente gebrannt werden können oder erfuhr an anderer Stelle, worauf bei einem Lehmputz zu achten ist. Dabei wurde mir auch immer bewusster, wie viel Energie und Arbeit in der Bereitstellung der Baustoffe doch steckt. Der Kies und Sand muss dabei nicht nur beschafft/ausgegraben und gesiebt werden. Im Falle von Kalk und Gips müssen die Baustoffe zudem bei 800 bis 1000 Grad gebrannt werden. Beim Zement sind es sogar bis zu 2000 Grad – wozu gewaltige Energiemengen nötig sind. Dies zeigte mir  auch gut auf, dass diese nicht einfach verschwendet werden sollten.

Mit den Jahren bildete sich so der Grundsatz, an den ich mich bis heute halte: für jeden Ort der jeweils passende resp. richtige Baustoff. Das heisst, dass nicht überall blind Kunststoff und Zement eingesetzt werden sollte und mit Chemie aufgearbeitet, sondern an der passenden Stelle vielleicht Lehm mehr Sinn macht – an anderer Stelle Kalk oder auch Gips. Sollte es notwendig sein, kann z.B. auch situativ Zement oder Kunststoff eingesetzt werden und kein Baustoff sollte pauschal verteufelt werden. Hält man sich an solche Grundsätze, so wird z.B. bei einem schimmelgefährdeten Badezimmer auf Kalk anstatt Kunststoff gesetzt. Den Verputzen müssen so keine Biozid-Fungizide beigesetzt werden und die Oberflächen bleiben von Natur aus schimmelresistent. Was logisch und einleuchtend tönt, ist heute leider oft die Ausnahme.

Ebenso wichtig war mir immer eine fundierte Ausbildung. Nach meiner Lehre und einigen Weiterbildungen absolvierte ich 2022 die Ausbildung zum Lehmbauer FKL DVL in Deutschland und bin seitdem in Bern als Maler sowie Lehm- und Kalkbauer tätig. Ein Beruf, den ich bis heute mit Leidenschaft ausübe. In den folgenden Jahren gab ich dieses Wissen immer wieder in Form von Anleitungen oder kleineren Kursen weiter. Ich unterstütze die Ausbildung der Maler*innen und Gipser*innen (Berufsbildungsfonds) und bin Mitglied der IG Lehm.

Heute bin ich mit meinem Fachbetrieb im Kanton Bern tätig und führe dabei alle Arbeiten selbst durch. Ich freue mich über jede Auftragsanfrage.